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Freitag, 10. August 2012

Wer sich dick fühlt wird es auch!

Sie sind überall: Superschlanke Menschen strahlen von Magazintiteln, auf Werbeplakaten oder in Castingshows. Das extreme Ideal verzerrt die Wahrnehmung von der normalen Figur. Besonders Teenager lassen sich von solchen Bildern blenden - mit möglicherweise fatalen Folgen.

"Die Überzeugung zu dick zu sein kann bei normalgewichtige Jugendlichen dazu führen, dass sie als Erwachsene tatsächlich übergewichtig werden", erklärt Koenraad Cuypers von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens.

Schiefes Selbstbild

Auf diesen verblüffenden Fall von sich selbst erfüllender Prophezeiung stießen der Forscher und sein Team als sie die Daten einer großen Langzeituntersuchung auswerteten. Für die Young-HUNT1 waren zwischen 1995 und 1997 fast 1200 normalgewichtige Teenager beiderlei Geschlechts befragt, vermessen und gewogen worden.
Es zeigte sich, dass 22 Prozent der Mädchen und neun Prozent der Jungen zu dick fühlten, obwohl sie in Wirklichkeit ganz normal Figuren hatten. Die Teilnehmer wurden rund zehn Jahre später erneut einbestellt und untersucht. Immerhin die Hälfte von ihnen war in einem Alter von 24 bis 30 Jahren noch immer normalgewichtig.
Dennoch ergaben sich gravierende Unterschiede in der Gewichtsverteilung: Von den Jugendlichen, die sich als zu dick empfunden hatten, waren später dem BMI zufolge 59 Prozent übergewichtig - von denen, die mit ihre Figur zufrieden waren, waren es nur 31 Prozent. Legte man den Bauchumfang zugrunde, fiel das Ergebnis noch deutlicher aus: Dieser Einstufung zufolge waren sogar 78 Prozent all derer, die sich fett gefühlt hatten, später tatsächlich zu dick.

Dickmachende Diäten

Erklärungsmöglichkeiten für diesen Zusammenhang gibt es viele. Beispielsweise ist bekannt, dass Stress die Einlagerung von Fett fördert. Der Druck, der von der negativen Haltung zur eigenen Figur ausgeht, begünstigt es zuzulegen, mutmaßen die Forscher.
Eine andere Erklärung könnte sein, dass Teenager, die sich zu dick finden, schlechte Angewohnheiten entwickeln - beispielsweise indem sie einige Mahlzeiten auslassen. "Untersuchungen haben gezeigt, dass der Verzicht aufs Frühstück Übergewicht begünstigt", erklärt Cuypers.
Hinzu kommt, dass auch eine Diät kontraproduktiv wirken kann, wenn man eigentlich gar nicht abnehmen muss: Der Körper ist dann aufs Hungern eingestellt und verbraucht weniger Energie als sonst.
Vor diesem Hintergrund fordern die Wissenschaftler einen kritischeren Umgang mit dem medial transportierten Schönheitsideal. Schule und Medien sollten vermitteln, dass Schönheit auch jenseits superschlanker Maße existiert: "Junge Leute brauchen ein realistischeres Bild davon was normal ist."

Co-Enzym Q10:

Immer öfter sticht es uns in Kosmetikgeschäften ins Auge – das Kürzel Q10. Doch was steckt hinter dieser Buchstaben- und Zahlenkombination? Nur eine weitere Erfindung der Kosmetikindustrie oder ein wirksamer Stoff gegen Hautalterung?


Q 10 als Energieproduzent im Körper

Ubichinon-10, wie das Chinon-Derivat auch genannt wird, ist strukturell mit dem Vitamin K und dem Vitamin E verwandt. Q 10 ist ein Elektronen- und Protonen-Überträger zwischen den Komplexen I, II und II sowie der Atmungskette. Biochemisch gesehen ist das Q 10 eine körpereigene Substanz, die zum Teil über die Nahrung aufgenommen, aber auch vom Körper selbst produziert wird. Das Coenzym ist wesentlich für die Erzeugung von Körperenergie, der Stoff wird also vor allem für die oxidativen Phosphorylierung benötigt. Die Organe, die am meisten Energie brauchen – also Herz, Leber und Lunge – weisen somit eine sehr hohe Konzentration des Enzyms auf. Eine neue Studie im Fachmagazin „Nutrition and Metabolism“ konnte nun erstmals nachweisen, dass Antioxidantien wie Vitamin E, Selenium oder Q 10 wirksame Mittel gegen Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck sind.


Antioxidantien hemmen die Hautalterung

Doch Q 10 spielt nicht nur für die Produktion von Körperenergie eine wesentliche Rolle. Als Antioxidans ist Q 10 auch ein Schutzstoff für die Haut – es bekämpft, genauso wie Vitamin E oder Vitamin C, freie Radikale, die Proteine, Zellmembranen und andere Zellbestandteile angreifen und somit wesentlich zur Zellalterung beitragen können. Die Theorie der freien Radikale besagt, dass in Folge des Stoffwechselprozesses kurzlebige Molekülfragmente – die freien Radikale – entstehen. Diese schädigen Moleküle, die wichtige Funktionen in der Zelle innehaben – beispielsweise die RNA oder Proteine. Diese geschädigten Zellkomponenten häufen sich an und führen zum komplexen menschlichen Alterungsprozess, der noch immer nicht vollkommen entschlüsselt wurde.


Q 10 bekämpft freie Radikale

Die wirksamen Abwehrmechanismen des Körpers gegen freie Radikale basieren vor allem auf Enzyme und Hormone (Vitamin E, Vitamin A, Melatonin…). Q 10 ist somit also auch für die Gesundheit der Zellen verantwortlich. Mit steigendem Alter lässt die Produktion des Enzyms allerdings nach – freie Radikale können nicht mehr effektiv bekämpft werden. Eine ausreichende Versorgung mit Q10 kann die freien Radikale weiterhin effizient unschädlich machen und somit die Hautalterung stoppen.


Q10 in der Kosmetikindustrie

Zum einen kann Q 10 durch bestimmte Lebensmittel aufgenommen werden: Nüsse, Spinat oder Zwiebeln weisen eine hohe Konzentration des Co-Enzyms auf. Aber auch eine äußerliche Anwendung in Form von Cremes verspricht eine Straffung und Glättung der Haut. Oxydative Prozesse, die die Hautalterung vorantreiben, können gemildert werden. Zudem wird die Produktion von Enzymen, die die Hautfestigkeit negativ beeinflussen, gehemmt. Inzwischen wird Q 10 diversen Anti-Aging-Produkten zugesetzt. Die Wirksamkeit der äußerlichen Anwendung wurde in wissenschaftlichen Studien bewiesen. Die Wirksamkeit von Q 10 als Nahrungsergänzungsmittel steht allerdings noch aus.

Ein Gastbeitrag kosmetik.at

Mittwoch, 11. Juli 2012

Brunout "hängt" Arbeitsunfall ab

Stuttgart (dapd). Innere Kündigung und stressbedingte Erschöpfung haben den klassischen Unfall als Ursache für Arbeitsausfälle in den Unternehmen verdrängt. Zu diesem Ergebnis kommt der Prüfkonzern Dekra, der am Donnerstag in Stuttgart sein Arbeitssicherheitsbarometer 2011 vorgelegt hat.
Dem Arbeits- und Gesundheitsschutz müsse als Investition in die Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden, verlangten die Experten. Durch Ausfallzeiten entstehe der deutschen Wirtschaft nach offiziellen Zahlen ein Schaden von jährlich 43 Milliarden Euro. Für die Untersuchung hatte Dekra bundesweit mehr als 600 Unternehmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz befragt.

Burnout-Mamas:

Berlin (dapd). Das Müttergenesungswerk (MGW) ist alarmiert über den Gesundheitszustand vieler Mütter. Die Zahl der Mütter, die mit Erschöpfung, Burn-out-Syndrom oder Schlafstörungen in die von der Stiftung anerkannten Kliniken kommen, sei in den vergangenen acht Jahren fast um ein Drittel gestiegen, sagte Marlene Rupprecht, die Kuratoriumsvorsitzende und SPD-Bundestagsabgeordnete am Dienstag in Berlin.
«2,1 Millionen Mütter sind kurbedürftig», konstatierte Rupprecht. Wichtig sei, dass sie die Kurmaßnahmen, die der Gesetzgeber zu ihrer Unterstützung vorsehe, auch bekommen. Das Kur-Bewilligungsverfahren der Krankenkassen sei jedoch erst vor kurzem erleichtert worden. «Das Antragsverfahren hat sich in den letzten Monaten für Mütter spürbar verbessert», sagte die MGW-Geschäftsführerin Anne Schilling. «Krankenkassen bewilligen mehr und schneller Kurmaßnahmen.»
( www.muettergenesungswerk.de )

Stillende Frauen wiegen weniger:

Die Forscher stellten fest, dass Geburtenzahl und Stillen das Körpergewicht der Frauen auf einander entgegengesetzte Weise beeinflussen. Mit jedem Kind stieg der BMI der Studienteilnehmerinnen leicht an. Frauen, die vier oder mehr Kinder geboren hatten, hatten nach den Wechseljahren einen im Durchschnitt um 1,7 Punkt höheren BMI als kinderlose Frauen. Bei den Studienteilnehmerinnen, die insgesamt mindestens sechs Monate lang gestillt hatten, lag der Body-Mass-Index nach den Wechseljahren um rund 0,22 Punkte niedriger als bei nicht stillenden Frauen, berichten Kirsty Bobrow von der University of Oxford und ihre Kollegen. Bei einem durchschnittlichen BMI der Studienteilnehmerinnen von 26,2 entspreche dies knapp einem Prozent. Hatten die Frauen insgesamt zehn Monate gestillt, erhöhte sich der Spareffekt beim BMI sogar auf 0,5 Punkte.
Eine Reduktion des BMI um einen Prozent allein durch das Stillen klinge zunächst nicht viel. «Aber wenn der durchschnittliche Body-Mass-Index in der westlichen Welt nur ein Prozent geringer wäre, könnte dies die Häufigkeit der durch Übergewicht ausgelösten Krankheiten deutlich reduzieren», schreiben Bobrow und ihre Kollegen. Denn Übergewicht gelte als entscheidender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und in geringerem Maße auch für Krebs. Jetzt zeige sich, dass eine solche Reduktion schon durch das Stillen erreicht werden könne.

Effekt unabhängig von anderen Risikofaktoren

Die Effekte von Stillen und Geburten seien voneinander unabhängig und auch nicht durch andere Faktoren wie Ernährung, Rauchen oder soziales Umfeld beeinflusst, schreiben die Forscher. Frauen mit höherem Einkommen hatten zwar im Durchschnitt einen niedrigeren BMI als Frauen aus weniger guten Verhältnissen. Dennoch sei der Einfluss der Geburten und des Stillens bei beiden Gruppen klar erkennbar und vergleichbar hoch. «Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese beiden Faktoren das Körpergewicht langfristig ähnlich stark beeinflussen wie die sozioökonomische Gruppe, das Rauchen oder andere bekannte Risikofaktoren», erklären Bobrow und ihre Kollegen.
Für ihre Studie hatten die Forscher Daten der sogenannten Million Women Study ausgewertet. Dafür hatte der britische National Health Service in den Jahren 1996 bis 2001 rund eine Million Frauen zwischen 50 und 64 Jahren befragt und untersucht. Sie wurden dabei unter anderem nach der Zahl ihrer Geburten und ihren Stillgewohnheiten gefragt, aber auch nach Ernährungsgewohnheiten, Einkommen, Bildung, Tabakkonsum und anderen gesundheitlich wichtigen Faktoren. Alle Teilnehmerinnen wurden zudem gewogen und medizinisch untersucht. Die Daten von 740.628 Frauen gingen in die Studie von Bobrow und ihren Kollegen ein.

Dienstag, 26. Juni 2012

Alkohol in Bezug auf Jugendliche:

Alkoholkonsum ist unter Jugendlichen längst zum riskanten Trend avanciert. Berichte über Flatratepartys, auf denen unbegrenzte Mengen Alkohol im Eintrittspreis enthalten sind, und Jugendliche, die sich gezielt ins Koma und damit ins Krankenhaus trinken, sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen.
Die Gesamtzahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol konsumieren ist jedoch rückläufig und erreichte 2010 den niedrigsten Stand seit den 70er Jahren. Allerdings ist die Zahl der Teenager, die aufgrund von Alkoholmißbrauch in eine Klinik eingeliefert werden mussten, seit dem Jahr 2000 um 178 Prozent gestiegen. 2009 mussten insgesamt 26.400 Volltrunkene im Alter zwischen 10 und 20 Jahren stationär aufgenommen werden.

Der Einstieg in den Rausch geschieht früh: 2009 wurden 4.300 Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung behandelt. Diese Zahl ist jedoch im Vergleich zu 2008 leicht gesunken.

Gruppenzwang zum Trinken

Entscheidend für das eigene Trinkverhalten sind der Freundeskreis und die Freizeitgestaltung. Manchmal sind aber auch die Eltern keine guten Vorbilder. Wenn die Freunde trinken, greift der Gruppenzwang besonders leicht. Jugendliche, die ihre Freizeit besonders gern in Diskotheken und Clubs verbringen, trinken meist deutlich mehr als solche, die Sport oder kulturelle Veranstaltungen bevorzugen.

Wichtig ist auch das positive Bild, das die Jugendlichen mit dem Alkohol verbinden und das über die Werbung generiert wird. Alkohol macht locker, lustig, kommunikativ und spült die Hemmungen weg. Damit wird er vor allem für Jugendliche mit schwachem Selbstbewusstsein zum willkommenen Mutmacher. Und: Er hilft, Probleme im Alltag zu vergessen.

Risiko Pubertät

Gerade in der Pubertät mit ihren vielen Turbulenzen und Verunsicherungen erscheint Alkohol besonders attraktiv. Das eigene Selbstbild gerät durch die körperlichen Veränderungen ins Wanken, und die erwachende Sexualität bringt die Emotionen ins Trudeln. Die Jugendlichen müssen ihre Rolle im Freundeskreis finden, sich vom Elternhaus abnabeln und ihre berufliche Zukunft ins Visier nehmen.

So vielfältig sind die Gründe für den Alkoholkonsum, dass einfache Präventionsmaßnahmen wie das Verbot von Flatratepartys oder hohe Steuern auf Mixgetränke (Alkopops) nicht wirklich fruchten.

Präventionspsychologen setzen deshalb vor allem darauf, die Jugendlichen emotional zu stabilisieren. Wer ein gesundes Selbstwertgefühl besitzt und gelernt hat, mit Enttäuschungen und Rückschlägen fertig zu werden, braucht keinen Drink, um sich gut zu fühlen. Und es fällt auch leichter abzulehnen, wenn man zum Trinken animiert wird. "Kinder stark machen", lautet daher das Motto einer Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dort will man vor allem die Eltern gezielt einbinden. Denn Prävention beginnt schon lange vor dem kritischen Alter. Sie basiert auf einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Eltern und Kind. Wichtig ist dabei die Balance zwischen altersgerechten Freiräumen und den nötigen Grenzen.
Dazu gehört es auch, den Kindern Aufgaben und Verantwortung zu übertragen. Unter den Jugendlichen, die in eine Sucht schlittern, finden sich auffallend viele, denen die Eltern alles abgenommen haben. Sie empfinden Aufgaben als Zumutung, kommen mit Fehlschlägen schlecht zurecht und können Probleme nicht selbständig lösen. Überbehütung kann auch dazu führen, dass die Jugendlichen später erst Recht den Kick des Risikos suchen. Auch das ist eine mögliche Motivation für Drogenkonsum.

Gefahrenaufklärung

Ein großer Teil der jugendlichen Alkoholkonsumenten ist logischen Argumenten durchaus zugänglich. Langfristige Folgen wie irreparable Leberschäden, zum Beispiel in Form einer Leberzirrhose, und drohender Krebs sind für Jugendliche noch zu weit weg, um ihnen ernsthaft Angst zu machen. Die akuten Gefahren exzessiven Alkoholkonsums wie beim Bingedrinking und Komatrinken beeindrucken sie dafür aber umso mehr:
  • Der Blutzuckerspiegel sinkt rapide, und die Situation kann in ein lebensbedrohliches Koma münden.
  • Lebenswichtige Reflexe wie Husten, Erbrechen oder Kälteempfinden werden lahmgelegt. Es droht die Gefahr, zu ersticken oder im Winter zu erfrieren.
  • Der Alkohol kann epileptische Anfälle auslösen.
Auch mittelfristige Schäden haben durchaus Abschreckungspotential:
  • So wirkt sich zu viel Alkohol negativ auf Konzentrationsfähigkeit und Denkvermögen aus. Jugendliche, die viel Alkohol trinken, rutschen häufig in der Schule ab.
  • Ein Argument das vor allem bei Mädchen zieht: Alkohol hat viele Kalorien. Er macht dick.

Vorsorge-Skat App:

Gutes Blatt? Schlechtes Blatt? Gewinnen kann bei dieser Skat-Runde jeder. Denn man lernt, die Trümpfe in Sachen Gesundheit besser auszuspielen. Und weil Spaß haben und Lernen sich nicht ausschließen, sondern sich gegenseitig verstärken, kommt das Vorsorge-Skat zünftig und fesch daher: Was fürs Auge und was für den Kopf, was für Männer, was für Frauen. Der Qualität der Information tut das keinen Abbruch.
Die von medizinischen Fachleuten recherchierten, aktuellen Quellen orientieren sich an den Leitlinien der Fachgesellschaften. Eine ganze Menge Informationen und viele nützliche Vorsorgehelfer zur Umsetzung des Wissens stecken in diesem Skat: ein BMI-Rechner, ein Rechner zur Bestimmung des täglichen Kalorienbedarfs, ein Promille-Rechner, und eine Vorsorge-Kamera. Und wer Freunde zu einer zünftigen Runde Vorsorge-Skat einladen will, kann das mit der „Ich mag Dich“-Post ganz einfach tun. Frauen sind anders als Männer, auch in Sachen Gesundheit – und deshalb gibt es zwei Spielkartensätze: einen für die Frau und einen für den Mann.
Das Spektrum der Hilfestellungen, Informationen und Tipps reicht von gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen für die Herzdame oder den Herzbuben, über Impfungen, Informationen zur seelischen Gesundheit, zu Gesundheit am Arbeitsplatz, Rauchen, Krebs- und Risikofrüherkennung, bis zu Tipps für einen gesunden Lebensstil, eine aktive Freizeitgestaltung, den vernünftigen Umgang mit Alkohol, und die Früherkennung von Blutdruck und Diabetes. Mit der integrierten Vorsorgekamera hat man ab sofort alle wichtigen medizinischen Dokumente immer griffbereit. Die Fotos z. B. vom Impfpass, Allergiepass, Blutgerinnungspass, Medikamentenplan, Bonusheft vom Zahnarzt etc. landen automatisch in einem vorinstallierten Ordner „A-Z Vorsorge“ und sind dort leicht auffindbar.
Die Kopien der Dokumente auf dem Smartphone schützen außerdem vor Verlust. Wem ist dieses Spiel empfohlen? Männern und Frauen, die gesund und fesch werden oder bleiben wollen und über ein Smartphone mit Android-Betriebssystem verfügen. Die Initiative Präventionspartner, ins Leben gerufen von der Apothekerin Dr. Ursula Kramer, stellt das Vorsorge-Skat kostenlos zur Verfügung, um damit Menschen zu informieren und zu motivieren, die Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge zu nutzen. Die App befolgt die Kriterien der Stiftung Health on the Net (HON) für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen im Netz.
Freiburg, (sw) - Initiative Präventionspartner - sanawork Gesundheitskommunikation - info@praeventionspartner.de - www.akademiepraeventionspartner.de - www.zeit-fuer-jupiduu.de - Dr. Ursula Kramer - Tel. 0761/151548-0 - FAX 0761/151548-9 - Emmy-Noether-Str. 2 - 79110 Freiburg

Montag, 11. Juni 2012

Heißhunger:

Bei Heißhunger verspürt man einen plötzlichen Drang nach süßem, saurem oder herzhaftem. Oft greifen die Menschen leider zu den falschen Nahrungsmitteln. Diese fördern Übergewicht.

In Deutschland sind ungefähr zwei Prozent der Bevölkerung von Heißhunger (Binge Eating) betroffen. Diese Tatsache macht Heißhunger zur Häufigsten Essstörung.

Die Ausgewogenheit der Nahrungsmittel spielt hier keine Rolle mehr. Man denkt an etwas leckeres, gutes. Dieses Gefühl ist wie eine Sucht.... Sie will befriedigt werden.


Die Ursachen für Heißhunger


Forscher sind der Überzeugung, dass Süßstoff den Heißhunger fördern kann. Dieser Süßstoff ist leider in eben diesen Produkten enthalten welcher von der Nahrungsmittel Industrie als Allheilmittel verkauft werden. Light Produkte, Fruchtsäfte etc. Aber natürlich auch in Marmeladen und "Light Süßigkeiten"

1988 zeigte eine Studie erstmals auf den Zusammenhang zwischen Süßstoff und Heißhunger hin. Nach dem Genuss von süßstoffhaltigen Speisen gaben Testpersonen an, schnell wieder Hunger zu verspüren. Forscher vermuten, dass der Körper auf den Geschmack von „süß“ reflexartig Insulin ausschüttet. Da Süßstoffe aber keinerlei  Kohlenhydrate liefern, stürzt der Blutzuckerspiege ab und Heißhunger Attaken sind die Folge.


Die zwei Wissenschaftler von der Purdue University in Indiana, Susan Swithers und Terry Davidson  haben herausgefunden: Mit Saccharin gefütterte Ratten ziehen mit Saccharin gesüßten Joghurt anderen Produkten mit Zucker vor. Die Vermutung liegt nahe, dass der Joghurt mit dem Süßstoff direkten Heißhunger auf mehr auslöst und somit den Genuss bei Ratten steigert.

Eine weitere Untersuchen durch Udo Pollmer vom Europäischen Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften zeigt, dass Süßstoffe Heißhunger auslösen.

Ausgangspunkt der Studie ist: Der chemische Zuckerersatz in Schweinemastfutter regt Ferkel dazu an, übermäßig zu fressen. Da Stoffwechsel und Geschmack von Schweinen und Menschen ähnlich sind, kann dies als Beweis für die Übertragbarkeit der Studie der beiden US Kollegen gelten, sagt Udo Pollmer.

Der Konsum von Süßstoffen gaukelt dem Körper vor er würde Zucker bekommen. Tatsächlich bemerkt erst der Verdauungstrakt dass er einem Betrug aufgesessen ist und schütten Glukagon aus. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel unter ein normales Niveau.

Die Folge ist Unterzucker und ein Hungergefühl. Die Ursache für das Hungergefühl ist im Gehirn zu suchen. Die Botenstoffe sagen dem Gehirn dass auf Grund eines niedrigen Blutzuckerspiegels eine Nahrungsaufnahme nötig ist. Idealerweise etwas Zucker- oder Kohlehydrathaltiges.

Das löst den Heißhunger aus.

Dann wird wiederum Insulin Ausgeschüttet. Der Teufelskreis beginnt.

Auch den ganzen Tag keine Nahrung zu sich zu nehmen kann Heißhunger Attakten auslösen. Der Körper signalisiert einen Unterversorgung und meldet "Hunger!"

Zum Thema psychische Ursachen für Heißhunger bzw. Binge-Eating siehe:

Sonntag, 3. Juni 2012

Gentests gegen Volkskrankheiten?

Zu den Möglichkeiten und Grenzen von Gentests bei der Vorhersage und Diagnostik weit verbreiteter Volkskrankheiten hat der Deutsche Ethikrat am 3. Mai 2012 Experten in einer öffentlichen Anhörung befragt. Die Ergebnisse werden in die Stellungnahme zur Zukunft der genetischen Diagnostik einfließen, die der Ethikrat derzeit im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet.
Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs, Darmerkrankungen, psychiatrische Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten gehören zu den weitverbreiteten Krankheiten in unserer Gesellschaft. Viele verschiedene genetische und umweltbedingte Faktoren bestimmen ihren Ausbruch und Verlauf. Die aus der Sequenzierung des menschlichen Genoms resultierenden Fortschritte in der molekulargenetischen Forschung decken zunehmend Zusammenhänge zwischen diesen Krankheiten und bestimmten genetischen Variationen auf.

Doch inwieweit können genetische Analysen in der klinischen Praxis für die Ermittlung der Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung eingesetzt werden?

Bei der Beantwortung dieser Frage waren sich die sieben Experten aus verschiedenen medizinischen Fachgebieten sowie aus dem Bereich der Bioinformatik im Grundsatz einig. Trotz rasant anwachsender Informationen über die Beteiligung vieler Genvarianten an Krankheitsrisiken sei der medizinische Nutzen dieser Erkenntnisse bislang fraglich. Der Hauptgrund für diese Zweifel sei der Umstand, dass die meisten beteiligten Genvarianten in der Regel nur einen jeweils sehr geringen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko haben, das Gesamtrisiko, an einem Leiden zu erkranken, von vielen Varianten gleichzeitig beeinflusst wird und die Varianten sich zudem gegenseitig beeinflussen. Hinzu kommen vielschichtige Wechselwirkungen der Genvarianten mit umweltbedingten Faktoren. Den breiten Einsatz von Gentests für die Vorhersage und Früherkennung häufiger Volkskrankheiten halten alle Beitragenden deshalb auch in Zukunft für wenig sinnvoll. Dies gelte umso mehr, als die Feststellung eines erhöhten Risikos keine neuen Behandlungsoptionen, sondern lediglich allgemeine Empfehlungen für einen gesunden Lebenswandel nach sich ziehe, die der Gesamtbevölkerung jedoch auch unabhängig von einem erhöhten Risiko ans Herz gelegt werden.

Erfolge bei der Krankeitsvorhersage durch Gentests gebe es bisher lediglich in den vergleichsweise seltenen Fällen, in denen nur einzelne oder wenige Genvarianten das Krankheitsrisiko beeinflussen. Hierzu gehören etwa drei an der früh einsetzenden Alzheimer-Demenz beteiligte Genvarianten, Mutationen des Insulinrezeptor-Gens bei Diabetes oder Mutationen in bestimmten Enzymgenen beim Herzinfarkt.

Fortschritte im Bereich der Krankheitsprädiktion seien zudem mithilfe epigenetischer Untersuchungen und dem Nachweis neuer Biomarker zu erwarten, die nicht nur die genetische Grundausstattung in den Blick nehmen, sondern vor allem die jeweilige Genaktivität.

Aussichtsreich sei der Einsatz des genetischen Wissens zudem in der Pharmakogenetik. Hier analysiert man den Einfluss von Genvarianten auf die Wirkung von Arzneimitteln mit dem Ziel, die Auswahl und Dosierung von Medikamenten für individuelle Patienten anzupassen.

Als unerlässlich erachteten alle Experten eine hoch qualifizierte, der Komplexität angemessene ärztliche Beratung rund um den Einsatz von Gentests. Bei Gentests, die im Internet angeboten werden, könne dies nicht gewährleistet werden. Aber auch beim Einsatz von Gentests im Rahmen einer ärztlichen Behandlung stellten sich hier neue Herausforderungen, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachleute künftig noch wichtiger mache.

In der Diskussion wurde darüber hinaus thematisiert, inwiefern Gene überhaupt als Ursachen für Krankheiten angesehen werden können, welche Auswirkungen das zunehmende genetische Wissen auf die Gestaltung unserer Gesundheitsversorgung haben könnte und sollte, und inwiefern ein neues grundsätzliches Nachdenken über das derzeit vorherrschende organorientierte Krankheitsverständnis erforderlich ist.

Das Programm der Anhörung sowie die Vorträge und Diskussionbeiträge können unter http://ots.de/dSJJY abgerufen werden.

Berlin (ots) - Pressekontakt: Ulrike FlorianReferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Deutscher EthikratJägerstraße 22/23, D-10117 Berlin, Tel: +49 (0)30 203 70-246,E-Mail: florian@ethikrat.org, www.ethikrat.org 

Wieso schnelles Essen ungesund ist und dick macht

Sicherlich haben viele schon mal gehört, dass schnelles Essen dick macht. Wie kann das aber sein, wenn es doch angeblich auf die Gesamtmenge der Kalorien ankommt, die man im Lauf des Tages zu sich nimmt? Das stimmt größtenteils, nur ist bei einem Schnellesser eben diese Gesamtkalorienaufnahme meist erhöht.

Es wurde festgestellt, dass das Essen umso schneller verzehrt wird, je weniger Zeit für die Zubereitung aufgewandt wurde. Das gilt sowohl bei Fast Food im Schnellrestaurant, in dem man in wenigen Minuten an die 1000 Kalorien verdrücken kann als auch für Fertiggerichte, die man daheim nur kurz erwärmt. Je weniger Aufwand für die Zubereitung des Essens nötig sind, desto schneller wird es auch verspeist - zwischen diesen beiden Faktoren wurde ein Zusammenhang nachgewiesen.

Davon unabhängig wird bei schnellem Essen das Sättigungssignal nicht erreicht, weil man vorher schon mehr als genug zu sich genommen hat. Und genau das kann im Endeffekt dick machen - sofern man nicht durch entsprechende körperliche Bewegung gegensteuert.

Freitag, 25. Mai 2012

Alkohol erhöht Krebsrate:

Viele Erkrankungen könnten durch maßvolles Trinken verhindert werden - Mehr als ein großes Bier pro Tag kann das Risiko, an einigen Formen von Krebs zu erkranken, wesentlich erhöhen. Eine europaweite Studie unter der Leitung des Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass allgemein eine von zehn Krebserkrankungen bei Männern und eine von 33 bei Frauen auf den derzeitigen oder früheren Alkoholkonsum zurückzuführen ist.
Bei mit Alkohol in Zusammenhang stehenden Krebsarten steht die Erkrankung bei einem von drei Männern und einer von 20 Frauen mit den Trinkgewohnheiten in Zusammenhang. Das Team um Madlen Schütze berechnete, dass 2008 in Großbritannien aktueller oder früherer Alkoholkonsum für 13.000 mit Alkohol in Verbindung stehende Krebserkrankungen verantwortlich ist. Insgesamt wurde von 304.000 Krebserkrankungen ausgegangen.

Leber-, Darm- und Burstkrebs

Frühere Studien haben laut BBC einen Zusammenhang zwischen dem Alkoholkonsum und Krebsleiden der Speiseröhre, der Leber, des Darmes und der weiblichen Brust hergestellt. Wird Alkohol abgebaut, produziert der Körper eine Chemikalie, die die DNA schädigen und damit das Krebsrisiko erhöhen kann. Männer, die mehr als zwei alkoholische Getränke zu sich nahmen und Frauen, die mehr als eines konsumierten, verfügten über ein deutlich erhöhtes Risiko bei mit alkoholbedingten Krebserkrankungen.

Mehr als ein Achterl Wein

Ein alkoholisches Getränk enthält durchschnittlich zwölf Gramm Alkohol. Das entspricht einem Achterl Wein oder einem kleinen Bier. Andere Richtlinien sind etwas großzügiger und gehen von mehr als drei Getränken bei Männern und zwei bis drei bei Frauen aus. Die Wissenschaftler nehmen an, dass bei alkoholbedingten Krebserkrankungen 40 bis 98 Prozent der Fälle bei Menschen auftreten, die mehr als die empfohlene Höchstmenge trinken.
Diese Ergebnisse basieren auf einer groß angelegten Studie, für die die Daten von 363.988 Männern und Frauen in acht europäischen Ländern ausgewertet wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwischen 35 und 70 Jahre alt. Schütze betonte, dass viele Krebserkrankungen durch eine Einschränkung des Alkoholkonsums verhindert werden könnten. Noch mehr Erkrankungen würden verhindert, wenn die Menschen nur sehr wenig oder gar keinen Alkohol tränken. Details der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

Eincremen: Darauf kommts an!

Die Sommersonne ist Balsam für die Seele - sie spendet wohliges Licht und viel Wärme. Doch neben dem Wohlfühlfaktor, den der Sommer mit sich bringt, gerät die Gesundheit der Haut schnell in Vergessenheit. Dabei ist es enorm wichtig, sich vor den Risiken der Sonneneinstrahlung zu schützen.

Hier erfahren Sie, wie Sie clever cremen, ohne rot zu werden.

1. Eincremen - 20 Minuten gedulden - sonnen
Damit der Sonnenschutz gut einziehen kann, sollte er 15 bis 20 Minuten vor dem Sonnenbad in ausreichender Menge auf die Haut aufgetragen werden.

2. "Wasserratten" brauchen speziellen Schutz
Da 40% der UV-Strahlung auch noch bis zu 50cm tief im Wasser wirken, sollten alle, die sich viel im Wasser aufhalten unbedingt einen wasserresistenten Sonnenschutz verwenden. Wichtig: Produkte sollten in Süß- und Salzwasser getestet sein (wie z.B. Daylong®).

3. Intensivschutz für Sonnenterrassen
Zu den Sonnenterrassen zählen z. B. Nase, Lippen, Ohren und Schultern, denn diese sind der Sonneneinstrahlung permanent ausgesetzt. Für diese Körperregionen sollte ein besonders hoher Lichtschutzfaktor gewählt werden.

4. Schatten schützt vor Schaden nicht
Wenn Wolken oder ein Sonnenschirm Schatten spendet, vergessen Viele, dass auch hier Sonnenbrand-Gefahr besteht. Wasseroberflächen und der Boden reflektieren UV-Strahlen, weshalb auch in schattigen Zonen ein Sonnenschutz benötigt wird.

5. Das richtige Maß finden
Der häufigste Fehler beim Auftragen von Sonnencreme ist eine zu sparsame Dosierung. In der Regel werden nur 0,5 bis 1,2 mg/cm2 Haut aufgetragen. Um den theoretischen Sonnenschutzfaktor, den ein Produkt verspricht, gewährleisten zu können, sind jedoch 2 mg/cm2 Haut notwendig. Deshalb setzen innovative Sonnenschutzlotionen (wie z. B. Daylong® Kids) auf ein Dispenser-System, das eine einfache und genaue Dosierung ermöglicht. Mit jedem Hub wird eine bestimmte Menge Lotion abgegeben und eine Dosiertabelle zeigt, wie viele Hübe für welche Körperstellen benötigt werden.

Augsburg (ots) - Pressekontakt: Rothenburg & PartnerSarah ErlachFriesenweg 5f, 22763 Hamburg, redaktion@rothenburg-pr.de 

Montag, 7. Mai 2012

Kalorienrestriktion

Weniger essen, länger leben

Weniger Kalorien verlängern das Leben – jedenfalls das von Tieren. Bei Menschen ist das bislang nicht belegt. Wohl aber, dass es zu Veränderungen im Körper kommt, die lebensverlängernd wirken können
Ernährung, Früchte, Himbeeren, Obst© Seleneos/photocase.comHunger hat David Stern eigentlich immer. "Mich stört das nicht, ich bin das so gewohnt." Zum Frühstück stopft sich der 64-jährige Amerikaner eine Handvoll Walnüsse und Mandeln in den Mund, zum Mittag kredenzt er sich fettarme Hühnchenbrust und Obst. Abends steht ein großer Teller gekochtes Gemüse auf dem Speiseplan. Brot, Kartoffeln, Reis oder Pasta isst Stern so gut wie nie, Milchprodukte nur selten. Auch gemeinsame Abendessen mit seiner Frau sind eine Rarität. All das nimmt der Netzwerkadministrator auf sich, weil er so alt wie möglich werden will. David Stern ist ein Croni, das steht für "caloric restriction with optimal nutrition": Diese Leute essen rund 25 Prozent weniger Kalorien als sie bräuchten, dabei achten sie auf genügend Vitamine, Mineralien und andere wichtige Nährstoffe.
"Schon als Kind hatte ich Angst davor, alt zu werden", erzählt Dave Fisher, der auch Croni ist. Mit Anfang 30 las er einen Artikel über Mäuse, die mit weniger Kalorien länger lebten. Ab da reduzierte er schrittweise seine tägliche Kalorienmenge. Jetzt isst er wie David Stern nur noch 1500 Kalorien statt der für sie notwendigen 2800. "Ich hatte keine Migräne mehr und viel seltener Erkältungen", sagt Fisher. Stern bestätigt: "Man fühlt sich viel besser damit. Außerdem brauche ich keine Blutdruckmittel und Fettsenker mehr."

"Bauch verdaute ständig"

Aline Berger fing vor fünf Jahren mit Kalorienrestriktion an. Ihren wirklichen Namen möchte die junge Bibliothekarin lieber nicht preisgeben – ihre Kollegen könnten sie für merkwürdig halten. "Mein Bauch verdaute ständig, das fand ich so unangenehm. Außerdem war ich immer müde und ohne jeglichen Antrieb." Gerächt habe sich das "viele Essen" mit Migräne oder allergischen Reaktionen. Seitdem nimmt die 1,64 Meter große Frau ebenfalls nur noch 1500 Kalorien pro Tag zu sich. Sie ernährt sich mit gesunder Mischkost, trinkt keinen Alkohol und raucht nicht. Mit einem Body-Mass-Index von knapp 19 schrammt sie an der unteren Grenze des Normalgewichts. "Ich habe viel mehr Energie, bin klarer im Kopf und zielstrebiger. Und ich spüre meine Verdauung nicht ständig." Aber werden sie, Dave Fisher und David Stern durch ihr Essverhalten auch länger leben?
"Bislang zeigte noch keine Studie, dass Kalorienrestriktion beim Menschen das Leben verlängert", sagt Michael Ristow, Inhaber des Lehrstuhls für Humanernährung an der Universität Jena. "Aber es kann zu Veränderungen im Körper führen, die möglicherweise lebensverlängernd wirken."

Weniger Kranksein

Erste Hinweise, dass ein Verzicht auf Kalorien das Leben verlängern kann, fanden Forscher von der Cornell-Universität in den 1930er Jahren. Von 106 Ratten lebten diejenigen länger, die weniger Kalorien aufnahmen. Seitdem haben etliche Studien einen lebensverlängernden Effekt der Kalorienrestriktion bei Würmern, Insekten, Fischen, Fliegen, Ratten und anderen Spezies gezeigt. Einen ganzen Schritt weiter in Richtung Mensch kamen Wissenschafter des Primaten-Forschungszentrums in Wisconsin mit einer 20-jährigen Langzeitstudie an 76 Rhesusaffen. Tiere, die mit 30 Prozent weniger Kalorien auskommen mussten als ihre normal ernährten Artgenossen, litten seltener unter Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebs.

Langlebigkeitsgene aktiv

Erkenntnisse über den Menschen haben Forscher bisher vor allem durch Beobachtungsstudien gewonnen. Eine der größten kommt aus Japan: In der Verwaltungsregion Okinawa leben vier- bis fünfmal so viele Hundertjährige wie in anderen Industriestaaten. Forscher beobachteten, dass die Menschen dort 20 Prozent weniger Kalorien zu sich nahmen als im restlichen Japan. Das allein beweist aber noch nicht viel. "Die Leute dort essen zum Beispiel viel Fisch, der reich an Omega-3-Fettsäuren ist - das könnte sie vor tödlichen Herz-Kreislauf-Krankheiten schützen", sagt Thomas Lüscher, Direktor der Zürcher kardiologischen Uniklinik.
Außerdem fand man bei ihnen häufiger Gene, die das Risiko für chronische Krankheiten senken. Solche "Langlebigkeitsgene" könnten auch die Sirtuine (Sirt) sein, die durch Kalorienrestriktion aktiviert werden und in Alterungsvorgänge involviert sein sollen. "Aus Versuchen mit Mäusen wissen wir, dass Sirt-1 die Entwicklung von Arteriosklerose bremst", sagt Lüscher.

Stoffwechsel im Keller

Luigi Fontana, Internist an der Washington- Universität und am Istituto Superiore di Sanità in Rom, will wissen, was im Körper bei Kalorienrestriktion vor sich geht. In einigen Beobachtungsstudien mit jeweils 20 bis 30 Mitgliedern der Cron-Gesellschaft in den USA fand er heraus: Nach durchschnittlich sechs Jahren Ernährung mit weniger als 30 Prozent der jeweils benötigten Kalorien hatten die Cron-Leute einen geringeren Blutdruck, gesündere Blutfettwerte und Blutgefäße als eine Vergleichsgruppe.

Für diese Effekte gibt es mehrere Erklärungshypothesen. Eine der gängigsten ist die "Rate of living"-Theorie: "Vereinfacht kann man sagen, dass man länger lebt, weil der Körper seine Stoffwechselvorgänge herunterfährt", erklärt Ernährungswissenschaftler Ristow. "Dabei gewöhnt er sich an das verringerte Kalorienangebot." Grundumsatz und Körpertemperatur sinken, und es entstehen weniger freie Sauerstoffradikale, die Zellen und Organe schädigen und die Alterung beschleunigen. Verschiedene Untersuchungen haben diese Vermutung bestätigt.
Ein weiterer Mechanismus könnte ein Rückgang an chronischer Entzündung sein: Bei den Cronis wurden weniger Entzündungsbotenstoffe im Blut nachgewiesen. "Chronische Entzündungen schädigen langfristig die Organe", sagt Fontana. Auch der Wachstumsfaktor GH und der Insulin-ähnliche Wachstumsfaktor IGF scheinen eine Rolle zu spielen - sie sollen in Alterungsprozesse und in die Entstehung von Krebs involviert sein. Durch Kalorienrestriktion sanken ihre Konzentrationen im Blut ebenfalls.

"Anti-Aging ein Traum"

Bis jetzt gibt es nur wenige randomisierte Studien, bei der sich Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip entweder kalorienreduziert oder normal ernähren. Solche Untersuchungen sind aussagekräftiger als Beobachtungsstudien, weil sie den Einfluss der Gene oder des Lebensstils weitgehend ausschließen. Die erste größere ist das CALERIE-Projekt von Eric Ravussin, Professor am Pennington Biomedical Research Center in Louisiana. Bei 48 Teilnehmern fand er nach sechs Monaten Kalorienrestriktion ähnliche Veränderungen im Blut wie in den Beobachtungsstudien. Derzeit läuft eine zweijährige Folgestudie mit 225 Teilnehmern.

Abgesehen davon, dass eine dauerhafte Kalorienrestriktion viel Disziplin erfordert, kann sie auch gesundheitliche Nachteile haben. So weiß man, dass bei einer stark kalorienreduzierten Diät die Knochenmasse abnimmt und die Muskelkraft nachlässt. Auch das Risiko einer Magersucht darf man nicht ausschließen. "Bis jetzt ist Anti-Aging noch ein Traum", sagt Thomas Lüscher von der Uniklinik Zürich: "Bis wir wirklich wissen, wie wir das Altern am besten aufhalten können, kann man nur wieder zu einem gesunden Lebensstil raten. Etwas weniger zu essen, kann vielen nicht schaden – aber übertreiben muss man es nicht."
Dr. med. Felicitas Witte ist Ärztin und Journalistin, sie lebt in Basel.

Montag, 30. April 2012

Ernährung

Zuviel rotes Fleisch verringert die Lebenserwartung


(pte) Wissenschaftler des National Cancer Institute haben neue Beweise dafür gefunden, dass das Essen von viel rotem und verarbeitetem Fleisch die Gesundheit schädigt. Fleischliebhaber erhöhten ihr Sterberisiko bei allen Todesarten innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahren.
Mehr weißes Fleisch stand im Gegensatz dazu mit einem leicht verringerten Sterberisiko im Zusammenhang. Die in den Archives of Internal Medicine veröffentlichte Studie wertete die Daten von mehr als 500.000 Menschen aus.
Die Forscher wiesen nach, dass jene, deren Ernährung die größte Menge an rotem oder verarbeitetem Fleisch enthielt, allgemein über ein erhöhtes Sterberisiko verfügten. Vor allem wiesen diese ein deutlich erhöhtes Risiko in den Bereichen Krebs und Herzerkrankungen im Vergleich zu denen auf, die am wenigsten aßen. Die größten Fleischesser nahmen rund 160 Gramm Fleisch zu sich. Die Sparsamsten lagen bei nur 25 Gramm. Jene, die am meisten weißes Fleisch aßen, hatten allgemein ein niedrigeres Sterberisiko und auch ein geringeres Risiko bei Krebs- und Herzerkrankungen.
Berechnungen ergaben, dass elf Prozent der Todesfälle bei Männern und 16 Prozent der Todesfälle bei Frauen durch eine entsprechende Umstellung der Ernährung verhindert werden könnten. Die Krebs verursachenden Substanzen entstehen bei der Verarbeitung von Fleisch bei hohen Temperaturen. Fleisch gehört zu den Hauptquellen gesättigter Fette, die ihrerseits mit Brustkrebs und kolorektalen Krebserkrankungen in Zusammenhang gebracht werden. Weniger Fleischkonsum steht im Gegensatz dazu mit einer Verringerung der Risikofaktoren bei Herzerkrankungen, niedrigerem Blutdruck und niedrigeren Cholesterinwerte in Verbindung. In der gleichen Ausgabe von Archives of Internal Medicine argumentiert Barry Popkin von der University of North Carolina, dass das Essen von rotem Fleisch auch gesundheitliche Vorteile bringt.
Aussender: pressetext.austria, Redakteur: Michaela Monschein
Bild: (c) pixelio / M. Hauck

Montag, 23. April 2012

Das hilft bei Haut- und Haarproblemen Drucken E-Mail
Bestimmte Vitamine & Mineralstoffe können Haut & Haare verschönern.


Wirkstoff   Dosierung   Wirkung  enthalten in 
Biotin  2,5 - 5 - (10) mg   die Haare wachsen schneller, werden fester, hilft gegen brüchige Fingernägel  Nüssen, Mandeln, Sojabohnen 
Eisen  10 bis 15 mg  Bei Eisenmangel wirkt die Haut blass und grau.Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen von Haarausfall, Eisen sorgt für volles Haar  Rotem Fleisch (Rind, Lamm), Ei, Soja, Erbsen, Bohnen  
Panthotensäure  5 mg  Zögert Ergrauen der Haare hinaus, sorgt für Glanz, verbessert die Haarstruktur  Geflügelfleisch, Milch, Pilze, Spargel, Hülsenfrüchten 
Zink  12 bis 15 mg  Zinkmangel führt zu Hautunreinheiten, Wunden heilen schlechter, Haarausfall kann auftreten, Zink ist wichtig für das Haarwachstum und die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems  Weizenkleie, Muscheln, rotem Muskelfleisch, Nüssen 
Silizium (Kieselerde)  20 mg  wichtig für die Straffheit des Bindegewebes und für kräftiges Haar. Der Haarbalg braucht für die Haarbildung Silizium  Vollkornprodukte, Naturreis, Trockenobst, Nüsse, Pilze, LeberVollkorn-produkte, Naturreis, Trockenobst, Nüsse, Pilze, Leber 
Selen  50 bis 150 µg  Vor allem wichtig für die Kopfhaut, Selenshampoos helfen wirksam gegen Schuppen  Leber, Muskelfleisch, Fisch, Vollkorn-produkte, Milch 
Schwefel    Schwefel hilft gegen Hautunreinheiten,Schwefelmangel führt zu stumpfem Haar  Eier, v.a. Eigelb, Fleisch, Fisch, Käse 
 
Fasten und die Wirkung auf Verjüngungshormone Drucken E-Mail
Täglich fünf kleine Mahlzeiten zu essen ist eine häufige Empfehlung für ein gesundes Essverhalten. Doch möglicherweise lässt uns diese Aufteilung der Mahlzeiten schneller altern. Häufige Mahlzeiten verhindern nämlich die Ausschüttung der verjüngend wirkenden Wachstumshormone.
Fasten bzw. das Ausfallen lassen von Mahlzeiten wirkt sich hingegen günstig auf unser Hormonsystem aus: Nur während längerer Nüchternphasen sinkt der Blutzuckerspiegel und dadurch auch der Spiegel des blutzuckersenkenden Hormons Insulins ab.
  
Insulin, das immer dann von der Bauchspeicheldrüse abgegeben wird, wenn wir etwas essen, hemmt die Ausschüttung von verjüngenden Wachstumshormonen. Nüchternheit und ein niedriger Insulinspiegel hingegen veranlassen den Körper, das Wachstumshormon (Somatotropes Hormon STH) frei zusetzen. Wenn wir fasten, werden Wachstumshormone von der Hirnanhangdrüse, der Hypophyse abgegeben und sind in unserem Organismus wahre Tausendsassas, was ihre verjüngende Wirkung angeht.
Bereits 1990 konnte der amerikanische Arzt Dr. Rudman nachweisen, dass unter dem Einfluss der Wachstumshormone:
· die Muskelmasse zu nimmt
· Fettpölsterchen abgebaut werden
· Das Immunsystem gestärkt wird
· Die Haut straffer wird
· Falten wieder glatt werden
· Die Knochendichte zu nimmt
Sie müssen, um von der verjüngenden Fastenwirkung zu profitieren, sich nicht mit komplizierten Diäten quälen. Schon das Streichen einzelner Mahlzeiten verlängert die Nüchternphasen und verbessert so die Ausschüttung der Wachstumshormone. Den besten "Verjüngungseffekt" erzielen Sie dabei, wenn Sie das Abendessen oder das Frühstück ausfallen lassen (dinner- oder breakfast-cancelling) oder auch gelegentlich Fastentage einhalten.
Mehr zu diesem Thema finden Sie auch in dem Buch
"Die Kunst, länger zu leben", Herbig Verlag

Freitag, 13. April 2012

Apfelsaft schützt vor Herzinfarkt Drucken E-Mail
© Berny / Pixelio
© Berny / Pixelio
Täglich ein Apfel hält den Arzt fern - besagt schon ein altes Sprichwort. Den Beweis für die Richtigkeit hat jetzt erstmals eine Untersuchung der University of California erbracht. In einer klinischen Studie der University of California konnte die Wissenschaftlerin Diane Hyson und ihr Team belegen, dass der Genuss von äpfeln oder Apfelsaft das Risiko einer Herzerkrankung verringern kann. Ähnlich wie Tee oder Rotwein scheinen auch äpfel durch ihren hohen Gehalt an so genannten Antioxidantien bestimmte Veränderungen des "schlechten" LDL-Cholesterins zu verhindern und dadurch vor einer Arterienverkalkung zu schützen.
25 Männer und Frauen, die an der Untersuchung teil nahmen, mussten zunächst sechs Wochen lang täglich 360 Milliliter - das entspricht etwa zwei Gläsern - Apfelsaft trinken und weitere sechs Wochen täglich zwei äpfel mit Schale essen. Die Forscher bestimmten nach dieser Zeit, wie schnell der Blutfettstoff Cholesterin unter dem Einfluss einer Chemikalie zerfällt. Je langsamer das Cholesterin zerfiel, desto größer war der Schutz vor Gefäßverkalkungen und Herzinfarkt. Am besten wirkte Apfelsaft. Er konnte die Veränderungen des Cholesterinmoleküls um 20 Prozent bremsen.
Überraschend war, dass die positive Wirkung bereits nach nur sechs Wochen Apfelsaftgenuss eintrat. "Diese kleine Ernährungsänderung könnte eine ganz wichtige Rolle für eine gesunde Herzdiät spielen," so Hyson.
 

Mittwoch, 4. April 2012

Weniger Essen....länger leben?!

Weniger essen - länger leben Drucken E-Mail
Fasten scheint das Altern zu verlangsamen und Leben zu verlängern - darauf weisen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen hin.
Tiere - durch Fasten zum Methusalem
Bereits in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts konnte der amerikanische Ernährungswissenschaftler McCay das Leben von Laborratten durch eine Einschränkung der Kalorienzufuhr um mehr als 50 Prozent verlängern. Die Ratte, welche das Experiment  am längsten überlebte, wurde 1800 Tage alt. Das entspricht einer menschlichen Lebensdauer von etwa 200 Jahren.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch der amerikanische Alternsforscher Roy Walford. Sowohl durch Studien an Mäusen, Ratten und Affen, als auch durch Untersuchungen beim Menschen konnte Walford zahlreiche Hinweise dafür finden, dass weniger essen oder abnehmen das Leben verlängern kann. Er propagiert deshalb schmale Kost als Rezept zum jung bleiben. Erfolgreich getestet hat er diese Ernährungsempfehlung zuerst an Labormäusen.
Versuchstiere, die auf schmale Kost gesetzt wurden und bis zu 40 Prozent weniger Futter als ihre Käfignachbarn bekamen, lebten doppelt so lange wie die gut genährten Artgenossen. Die Mäuse, die sich täglich satt fressen durften, bauten schneller ab, bekamen ein stumpfes Fell und eine faltige Haut - typische Alterserscheinungen.
Auch schlanke Menschen leben länger
Der Würzburger Alternsforscher Franke stellte in seinen Untersuchungen über das Essverhalten rüstiger Hundertjähriger fest, dass die meisten vitalen Alten ihr Leben lang mäßige Esser und im allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen schlank gewesen waren. >>Die pro Tag zugeführte Kalorienmenge der Uralten (...) schwankt etwa zwischen 1200 und 1900 Kalorien täglich.<< Zudem gaben die >>fitten Alten<< an, auf blähende, schwere und saure Speisen während ihres ganzen Lebens verzichtet zu haben. Sie haben ihr Leben lang überwiegend leicht verdauliche Nahrungsmittel zu sich genommen. Möglicherweise haben sie bereits durch ihr Essverhalten den Grundstein für ihr langes Leben gelegt.

Montag, 26. März 2012

Liebe ist wichtig....

Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen Drucken E-Mail
Lernzentrum bei feinfühligen Eltern um ein Zehntel größer - Wer sein Kind mit viel Hingabe umsorgt, fördert damit dessen Hirnreifung. Um ganze zehn Prozent größer ist das Lern- und Gedächtniszentrum im Gehirn bei Schulkindern, deren Mütter in frühen Jahren besonders feinfühligen Umgang gezeigt haben. Das berichten Forscher der Washington University School of Medicine  in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Eltern steuern Entwicklung

Untersucht wurden 92 Kinder im Vorschulalter, denen man eine stressauslösende Aufgabe stellte: Sie sollten darauf warten, ein ersehntes Geschenk zu öffnen, wobei sie von einem Elternteil - meist die Mutter - unterstützt wurden. Die Szene wurde gefilmt und von unbeteiligten Experten analysiert. Jahre später, im Grundschulalter, erstellte man Gehirnscans der Kinder. Das Ergebnis: Kinder mit feinfühligen Müttern hatten einen um zehn Prozent größeren Hippocampus als Altersgenossen, deren Mütter wenig auf sie eingegangen waren.
Die Studienautorin Joan L. Luby sieht darin den "ersten Nachweis beim Menschen, dass Mutterliebe die kindliche Gehirnstruktur tatsächlich verändert". Eine bessere Schulleistung habe man schon zuvor festgestellt. "Auch von Tieren, deren Elternverhalten man ja über längere Zeiträume beobachten kann, kennt man den Zusammenhang", erklärt der Magdeburger Biologe Jörg Bock http://www.uni-magdeburg.de. So haben auch Rattenkinder, die von den Müttern besonders lange geleckt wurden, einen größeren Hippocampus.

Lernen und Stressregulierung

Der Hippocampus ist Teil des limbischen Systems des Gehirns, das bei Emotionen und der Lernleistung eine wichtige Rolle spielt. "Bei jedem neuen Dazulernen ist diese Region beteiligt. Ist er vergrößert, dürfte dies die Lernleistung verbessern", erklärt Bock. Erklärbar sei das Wachstum vor allem dadurch, dass die Zuwendung die Neubildung der Nervenzellen-Synapsen stimuliert. Jedoch auch Stressreaktionen laufen über den Hippocampus und verschlechtern sich, wenn das zentral gelegene Hirnareal beschädigt ist.
Die US-Forscher interpretieren das Ergebnis als Zeichen, wie bedeutend die scheinbar rein intuitive Erziehung durch die Eltern für die menschliche Entwicklung ist. "Günstig wäre, den erzieherischen Fähigkeiten mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu geben. Denn die Umsorgung im frühen Alter bestimmt die spätere Entwicklung in sehr, sehr hohem Ausmaß", schreibt Luby.
Originalartikel unter http://www.pnas.org/content/early/2012/01/24/1118003109

Sonntag, 18. März 2012

Demenz:

Impfstoff gegen Altersdemenz entwickelt Drucken E-Mail

(1-11)E2 hilft bei Bildung von Antikörpern gegen Beta-Amyloid - Wissenschaftler des Istituto di Genetica e Biofisica und des Istituto di Biochimica delle Proteine haben einen neuen Impfstoff gegen Alzheimer entwickelt. Mithilfe des (1-11)E2 werden Antikörper gegen das bei der Entstehung der Krankheit entscheidende Beta-Amyloid gebildet.

Proteine verschmelzen

Für den bereits in Italien patentrechtlich geschützten Impfstoff ist nun auch ein internationales Patent beantragt worden. Es handelt sich um ein Molekül, das eine immunisierende Wirkung gegen das im Gehirn von Alzheimer-Kranken sich akkumulierende Beta-Amyloid hat. Dieses Peptid ist für die Schädigung der Hirnzellen und Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten verantwortlich.
"Auf Grundlage der von uns gemachten Erfahrungen haben wir ein Mittel entwickelt, das die Risiken für den Organismus minimiert und gleichzeitig die therapeutische Wirkung optimiert", erklärt Projektleiterin Antonella Prisco gegenüber pressetext. Näher betrachtet handelt es sich bei dem neu entwickelten Molekül um die Verschmelzung zweier Proteine.


Weitere Forschung nötig

Dabei handelt es sich um eine kleine Fraktion Beta-Amyloid und ein Bakterien-Protein. Zusammen sind sie unter Laborbedingungen in der Lage, eine nach Form und Größe virusenähnliche Struktur aufzubauen. Der noch in der vorklinischen Phase befindliche innovative Impfstoff wird derzeit an Labormäusen getestet. "Die anschließend an transgenen Mäusen durchgeführten Tests werden dazu dienen, auch die bei der Therapie auftretenden Nebeneffekte zu ermitteln", so Prisco.
Nach der Verabreichung des Impfstoffs werden Antikörper gegen das Beta-Amyloid in Form von Interleukin-4, ein entzündungshemmendes Zytokin, gebildet. Einzelheiten der Untersuchung sind in der Nature-Fachzeitschrift "Immunology and Cell Biology" http://www.nature.com/icb veröffentlicht.

Neapel (pte012/07.02.2012/13:00) - pressetext.redaktion, Harald Jung, Tel.: +43-1-81140-300, www.pressetext.com

Vit D Mangel:

Schwerer Vitamin-D-Mangel bei Senioren Drucken E-Mail
Erster Nachweis: Im Alter verschwindet Jahreszeiten-Fluktuation - Der überwiegende Teil der ältesten Menschen unserer Gesellschaft leidet an akutem Vitamin-D-Mangel. Es macht bei ihnen für die Konzentration des "Sonnenvitamins" kaum Unterschied, ob gerade Sommer oder Winter ist. Das berichten Gerontologen aus Trier im Deutschen Ärzteblatt International. "Alte Menschen kommen in unseren Breiten mit dem Vitamin D aus Nahrung und Sonnenexposition so gut wie nie aus. Eine orale Verabreichung von Vitamin D ist bei ihnen ganz besonders zu empfehlen", so Studienautor Stefan Schilling.

Deutliche Unterversorgung

Schilling erhob die Vitamin-D-Konzentration von 1.578 Patienten, die in seiner geriatrischen Reha-Klink seit 2009 in Behandlung waren, jeweils am Folgetag ihrer stationären Aufnahme. Das Durchschnittsalter der Probanden war 82 Jahre. Bei 89 Prozent von ihnen lag die Vitamin-D-Konzentration unter den derzeit empfohlenen 20 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml), 67 Prozent sogar unter zehn ng/ml, was unstrittig als Schwellenwert für schweren Vitamin-D-Mangel gilt. "Nimmt man die Empfehlung mancher Experten von 30 ng/ml als Richtwert, lagen sogar 96 Prozent darunter", berichtet Schilling.
Wenngleich die grundsätzliche Vitamin-D-Unterversorgung der Bevölkerung bekannt ist, hatten die Experten nicht mit einer derartigen Verschärfung bei Senioren gerechnet. Zudem war die bei jüngeren Menschen übliche Fluktuation im Vitaminspiegel zwischen Sommer und Winter nicht festzustellen. Für Schilling ein Ergebnis gleich mehrerer Faktoren. "Hochbetagte Menschen sind weniger mobil und gehen seltener in die Sonne als Jüngere, bedecken meist die Haut und besuchen kaum das Freibad. Zudem sinkt die Fähigkeit ihrer Haut, aus dem Sonnenlicht das Vitamin D zu bilden", so der Forscher.

Orale Gabe lässt schneller gehen

Doch gerade für Senioren ist die ausreichende Vitamin-D-Versorgung immens wichtig. "Vitamin D spielt neben vielen anderen Funktionen auch für den Kalzium- und Knochenstoffwechsel sowie für den Muskelaufbau eine entscheidende Rolle. Sein Mangel macht Stürze und Brüche wahrscheinlicher." Umgekehrt zeigen Studien, dass eine Vitamin-D-Verabreichung bereits nach kurzer Zeit die Sturzhäufigkeit um 20 Prozent reduziert und auch die Schrittgeschwindigkeit messbar erhöht.
Trier (pte020/06.02.2012/14:00) - pressetext.redaktion, Johannes Pernsteiner, Tel.: +43-1-81140-306, www.pressetext.com
Foto: Flickr/Zapfman

Freitag, 9. März 2012

Selen:

Selen Drucken E-Mail
Das Spurenelement wirkt ebenfalls als Radikalfänger und ist wichtig für den Stoffwechsel der Schilddrüse und das Zellwachstum. Studien haben gezeigt, dass Selen eine krebsschützende Wirkung hat und besonders die Entstehung von Lungen-, Prostata- und Darmkrebs verhindern kann.
Vorkommen:
Selen ist enthalten in magerem Fleisch, Fisch und Getreideprodukten.
Dosierung:
Die empfohlene Tagesmenge liegt bei 30 bis 70 Mikrogramm.
 

Berechenbar?

Lässt sich die Lebenserwartung berechnen? Drucken E-Mail
Wissenschaftler sehen in dem TIAL-Score (Total immediate ancestral longevity) eine einfache Möglichkeit, um eine Lebenszeitprognose abzugeben. Die Summe der Lebenszeiten der Eltern und beidseitiger Großeltern ergibt den so genannten "TIAL-Score".
Charles Darwin erreichte demnach einen TIAl-Score von 378, Albert Einstein von 390, Aage Bohr von 436 und Irene Jolito Curie von 372. Diese Scores lagen deutlich unter dem TIAL-Score von Jeanne Cament. Die Französin aus Arles ist der bisher nachweislich älteste Mensch, dessen Geburtsdatum sicher dokumentiert wurde. Sie wurde am 21.2.1875 in Frankreich geboren, feierte im Februar '97 ihren 122. Geburtstag und verstarb am 4.8.1997
  
Die Lebenszeitprognose soll sich aus dem TIAL-Score/6 berechnen lassen. Allerdings überlebte Einstein seine Lebenszeitprognose um zwölf Jahre, Darwin um zehn und Bohr um mehr als fünf Jahre. Curie verstarb hingegen vier Jahre vor Erreichen Ihres Lebenszeit-Scores. Diese Abweichungen sind - so die Meinung der Wissenschaftler - auf Umwelteinflüsse zurückzuführen. Der TIAL-Score ist vor allem als Marker für die erbliche Komponente der Lebenszeit zu betrachten.
Quelle:
Kantha SS: Total immediate ancestral longevity (TIAL) score as a longevi

Dienstag, 28. Februar 2012

Kaffee - Best of :-)

Kaffee macht schlau, schnell und schlank Drucken E-Mail
(c) Aroka / Pixelio(c) Aroka / Pixelio
Eine heiße Tasse duftenden Kaffees gehört für viele zu den kleinen Genüssen im Alltag, auf die wir nicht verzichten möchten. Immerhin verbraucht jeder Deutsche fast 7 Kilo Kaffee pro Jahr. Das entspricht 1400 Tassen jährlich bzw. 3 - 4 Tassen Filterkaffee, Mokka, Espresso oder Capucchino pro Tag. Doch in den 80er Jahren kam Kaffee plötzlich in Verruf. Der Deutschen liebstes Getränk wurde verdächtigt, für einen Anstieg der Blutfettwerte verantwortlich zu sein und dadurch Herzerkrankungen und Gefäßverkalkungen zu begünstigen. Ausgelöst wurde die Diskussion durch die norwegische Tromsö-Herzstudie. Nicht beachtet wurde aber, dass die Norweger selten den Kaffee filtern, sondern das Kaffeepulver wie zu Großmutters Zeiten mit kochendem Wasser überbrühen. Ausschließlich dieser ungefilterte Kaffee führt zu einer Erhöhung der Blutfettwerte. Dieser Verdacht ist aber inzwischen aus dem Weg geräumt.
In der Framingham-Studie, einer der ersten großen Studie mit über 6000 Teilnehmern, die Zusammenhänge zwischen Herzerkrankungen und Lebensgewohnheiten aufdeckte, konnte kein Zusammenhang zwischen Kaffee-Konsum und Herzerkrankungen nachgewiesen werden. Auch die Entstehung von Krebs scheint durch Kaffee nicht beeinflusst zu werden. Drei bis vier Tassen Kaffee täglich sind aus medizinischer Sicht nicht nur völlig ungefährlich, sondern sogar gesund. Immerhin ist der bekannteste Inhaltsstoff des Kaffees, das Koffein, einer der wissenschaftlich am besten untersuchten Lebensmittelinhaltsstoffe. Das Fazit aus hunderten von Studien: Kaffee macht kreativer, intelligenter und ausdauernder, erleichtert die Gewichtsabnahme bei Diäten und schärft sogar die Sinnesorgane. Schon 1912 gab es die erste Studie, die eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit nach Kaffeegenuss feststellte.
Auch aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen das: Eine ganze Reihe von Tests am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge/USA zeigte, dass schon geringe Mengen Kaffee Hörvermögen und Sehfähigkeit verbessern.
1993 konnte in einer Untersuchung mit 9000 Beteiligten gezeigt werden, dass Kaffeetrinker, verglichen mit Personen, die andere Getränke bevorzugen, eine bessere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit besitzen. Etwa 30 Minuten nach dem Kaffeegenuss erreicht das Koffein schon seine maximale anregende Wirkung, nach 3 bis 6 Stunden ist die Hälfte wieder abgebaut. Selbst nach jahrelangem Kaffeegenuss ist nicht mit einer Abschwächung der Wirkung im Sinne einer Gewöhnung zu rechnen. Selbst Personen, die seit Jahren täglich Kaffee trinken, so der Schweizer Mediziner Prof. Dr. Bättig, werden noch von jeder Tasse positiv beeinflusst.
Nur bei Rauchern lässt die Wirkung deutlich schneller nach - möglicherweise sind deshalb die meisten starken Raucher auch exzessive Kaffeetrinker. Die morgendliche Tasse vertreibt zudem Angstgefühle und Depressionen und ist deshalb der ideale Start in den Tag. Ursache der stimmungsverbessernden Wirkung ist der Anstieg des Serotoningehalts im Gehirn nach einer Tasse Kaffee. Serotonin ist ein körpereigenes Hormon, das für Wohlbefinden und gute Laune verantwortlich ist. Sinkt der Spiegel ab, werden wir zunehmend depressiver.
In den frühen Morgenstunden erreicht der Serotoninspiegel seinen Tiefstpunkt. - kein Wunder, dass 90% der Kaffeekonsumenten am Morgen das erste Tässchen trinken. Kaffee ist nicht nur kalorienfrei, sondern fördert zudem noch den Fettabbau. Das macht ihn zum idealen Getränk während oder nach einer Diät. Koffein regt den Stoffwechsel an und hat einen sogenannten "thermogenen Effekt", d.h. es fördert die Freisetzung von Wärme und Energie aus den körpereigenen Fettspeichern. Bereits eine Tasse Kaffee täglich kann den Energieverbrauch erhöhen und so beim Abnehmen oder Halten des Gewichts helfen.
Doch auch Sportler profitieren von den Energiereserven, die durch Kaffee freigesetzt werden. Ebenfalls nützlich für Sportler sind die "wachmachende" Wirkung und Stimulierung der Atmung durch die Kaffeeinhaltsstoffe. Nicht umsonst steht Koffein auf der Dopingliste. Untersuchungen an Radrennfahrern, Marathon- und Skilangläufern zeigen, dass Koffein tatsächlich die Ausdauer verbessert. Doch durch den Genuss einer Tasse wird noch kein Sportler vom Wettkampf ausgeschlossen. Dazu müssen im Urin Koffeinwerte nachgewiesen werden, die erst nach 5 bis 6 Tassen erreicht werden.